Von globalen Ereignissen zu lokaler Wirkung: Die außergewöhnliche Reise eines Messestand-Banners
Vom Ausstellungsstück zum neuen Zweck: Materialien ein zweites Leben geben.
Jedes Jahr reisen PSI-Kolleginnen und -Kollegen rund um den Globus, besuchen Kunden, tauschen Ideen aus und bauen langfristige Partnerschaften auf. Unsere Software unterstützt Metallproduzenten weltweit dabei, effizienter zu arbeiten. Unsere Teams wiederum bringen Menschen, Branchen und Kulturen über Kontinente hinweg zusammen.
Internationalität gehört zu uns. Doch ein internationales Unternehmen zu sein, zeigt sich nicht nur darin, wo wir arbeiten. Es zeigt sich auch in Entscheidungen, die wir näher an unserem eigenen Zuhause treffen.
Und wer könnte diese Geschichte besser erzählen als ich?
Darf ich mich vorstellen? Ich war einmal ein Roll-up-Banner.
Mein erster Stempel im Reisepass: Brüssel
Meine Reise begann 2021. Frisch gedruckt und fast zwei Meter groß, wurde ich für die PSImetals UserGroup und Release Days in Brüssel angefertigt.
Meine Aufgabe war denkbar einfach: Besucher willkommen heißen und PSI stolz repräsentieren.
Der Weg dorthin war allerdings alles andere als einfach. Die Logistik während der Pandemie war nicht gerade für ihre Pünktlichkeit bekannt, und so traf ich erst kurz vor Beginn der Veranstaltung ein.
Das nenne ich einen dramatischen Auftritt…
Zum Glück schien es niemanden zu stören.
Bei mehreren Veranstaltungen stand ich Seite an Seite mit Kolleginnen und Kollegen aus aller Welt. Ich begrüßte Kunden aus den unterschiedlichsten Ländern, hörte Gespräche in unzähligen Sprachen und erinnerte ganz nebenbei daran, dass PSImetals mehr ist als Software: Es ist eine internationale Gemeinschaft.
Irgendwann ging es weiter nach Berlin, Düsseldorf und zu vielen anderen Veranstaltungen. Als Marketing-Banner wurde es mir jedenfalls nie langweilig. Neue Orte, neue Menschen, neue Geschichten.
Bis meine Reise eines Tages völlig unerwartet zum Stillstand kam.
Jede Reise hat einen Wendepunkt
PSI führte ein neues Corporate Design ein. Der neue Look war fantastisch – frisch, modern und bereit für die Zukunft.
Leider bedeutete das auch, dass mein eigenes Design offiziell ein wenig… in die Jahre gekommen war.
Also wurde ich eingerollt, sorgfältig in Berlin eingelagert und in den Ruhestand geschickt. Von meinem Lagerraum aus konnte ich durch das Fenster gerade noch den Fernsehturm sehen.
Ein schöner Ausblick, zweifellos.
Aber nicht gerade der Globetrotter-Lebensstil, an den ich mich inzwischen gewöhnt hatte.
Ein zweites Leben – nah an der Heimat
Dann öffnete sich eines Tages die Tür des Lagerraums.
Ich rechnete schon mit dem Recyclingcontainer.
Stattdessen begann ein völlig neues Kapitel.
Ich reiste ein kleines Stück weiter – zu COMEBAGS, einer sozialen Upcycling-Initiative der Lebenshilfe Bruchsal-Bretten e.V.
Und dort geschah etwas Bemerkenswertes.
Statt im Abfall zu landen, bekam ich eine neue Aufgabe.
Das erfahrene Team verwandelte mich sorgfältig in eine handgefertigte Messenger-Tasche. So bekam ich ein zweites Leben und gleichzeitig wurde wertvolle Arbeit in einem inklusiven Umfeld unterstützt.
Ich war international gereist.
Aber meine wichtigste Reise fand ganz in meiner Nähe statt.
Zurück auf der Straße
Heute bin ich wieder unterwegs.
Nicht mehr als stiller Begleiter in Messehallen, der darauf wartet, dass Besucher stehen bleiben. Stattdessen begleite ich einen PSI-Kollegen auf Kundenbesuchen, Geschäftsreisen und neuen Abenteuern.
Vor Kurzem bin ich sogar nach Brüssel zurückgekehrt.
Diesmal war es kein Wettlauf gegen die Zeit. Ich passierte entspannt die Sicherheitskontrolle am Flughafen, machte es mir in der Lounge gemütlich, reiste bequem unter einem Flugzeugsitz und kam schließlich wieder dort an, wo meine Geschichte einst begonnen hatte.
Der einzige Unterschied?
Damals trug ich eine Marketingbotschaft.
Heute trage ich einen Laptop.
Manche Reisen führen eben zurück an ihren Anfang.
Internationales Unternehmen. Lokale Verantwortung.
International zu arbeiten bedeutet, Menschen, Branchen und Ideen über Grenzen hinweg miteinander zu verbinden.
Aber es bedeutet auch, dort, wo wir tätig sind, etwas Positives zu bewirken.
Manchmal beginnt das mit kleinen, aber bedeutungsvollen Entscheidungen - etwa mit der Zusammenarbeit mit einem lokalen sozialen Unternehmen, anstatt wertvolle Materialien einfach wegzuwerfen.
Meine Reise mag bei einer internationalen Kundenveranstaltung begonnen haben.
Doch mein wichtigstes Ziel war kein anderes Land.
Es war die Erkenntnis, dass globales Denken erst durch lokales Handeln Wirklichkeit wird.
Und ich?
Mein nächstes Abenteuer ist jedenfalls schon in Planung.